Biodiesel
 

Biodiesel: überholter Wegbereiter

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Biodiesel ist bereits seit vielen Jahren auf dem Markt und deshalb zum Sinnbild für Biokraftstoffe geworden. Bei Dieselfahrern war er lange sehr beliebt. Der Kraftstoff wird auch Rapsmethylester (RME) genannt, da er in Deutschland überwiegend aus Rapsöl stammt. Auch andere Pflanzenöle (beispielsweise Palmöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl) werden für die Biodieselproduktion genutzt, in Deutschland allerdings nur in geringem Umfang. Durch die zunehmende Beimischung von Biodiesel zu herkömmlichem Diesel spielt er in Reinform nur noch bei Lkw eine Rolle.

Tanken und Kosten

Da Biodiesel inzwischen genauso hoch besteuert wird wie herkömmlicher Dieselkraftstoff, ist der Verkauf von Biodiesel, der vormals an bis zu 1.900 Tankstellen stattfand, praktisch zum Erliegen gekommen. Derzeit ist davon auszugehen, dass in Deutschland nur noch einzelne Tankstellen Biodiesel anbieten. Zudem steckt in einem Liter Biodiesel weniger Energie als in einem Liter Diesel. Ein mit Biodiesel betanktes Auto verbraucht in der Folge etwa 10 bis 15 Prozent mehr Kraftstoff. Der Wegbereiter der Biokraftstoffe rechnet sich somit nicht mehr und ist auch kaum noch zu tanken.

Umwelt

Wie bei allen Kraftstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen gilt: Die Verbrennung ist CO2-neutral. Allerdings entstehen beim Anbau der Energiepflanzen und der Herstellung des Kraftstoffs Treibhausgase. Daher beträgt der Klimavorteil von Biodiesel gegenüber herkömmlichen Diesel 30 bis maximal 50 Prozent – allerdings ohne Berücksichtigung indirekter Landnutzungsänderungen. Ein mit Biodiesel betanktes Auto stößt zwar weniger Ruß, aber deutlich mehr Stickoxide aus als ein Auto mit herkömmlichem Diesel. Weiterer entscheidender Nachteil: Dieselautos mit geregeltem Partikelfilter dürfen reinen Biodiesel gar nicht tanken.

NICHT EMPFEHLENSWERT

für moderne Filtertechnik nicht geeignet, nicht schadstoffarm, fast keine Tankmöglichkeiten mehr, Preisvorteil nicht mehr vorhanden, spielt als Reinkraftstoff für Pkw keine Rolle mehr.

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