BtL: Designerkraftstoff aus dem Labor

Foto: Choren Industries

Die Autoindustrie forscht seit Jahren an neuen Kraftstoffen, deren Eigenschaften sich optimal an herkömmliche Verbrennungsmotoren anpassen lassen. Als vielversprechendste Lösung galt lange Zeit BtL, das für Biomass-to-Liquid steht, auch SunDiesel genannt. Biomasse wird verflüssigt und zu Synthesegas umgewandelt. Das Gas lässt sich anschließend zum gewünschten flüssigen Kraftstoff zusammensetzen. BtL ist chemisch sehr rein und hat eine hohe Energiedichte. Außer aus Pflanzen können solche Biokraftstoffe der zweiten Generation auch aus fossilen Rohstoffen wie Kohle oder Erdgas produziert werden – man spricht dann von Coal-to-Liquid (CtL) oder Gas-to-Liquid (GtL).

Tanken und Kosten

Die Massenherstellung von BtL bereitet nach wie vor Schwierigkeiten und das Unternehmen Choren, das die erste Produktionsanlage im sächsischen Freiberg errichtete, musste 2011 Insolvenz anmelden. Auch die Autoindustrie ist inzwischen recht zurückhaltend, wenn es um BtL geht.

Umwelt

Wie Biomethan kann BtL im Tank effektiv dazu beitragen, CO2 zu vermeiden, denn für die Produktion wird die ganze Pflanze verwendet. Daher sahen viele – auch die Bundesregierung – BtL als vielversprechenden Biokraftstoff der zweiten Generation an. Entscheidend ist auch hier: Werden Reststoffe wie bspw. Altholz verwendet oder intakte Wälder abgeholzt?

Keinen Umweltvorteil hat BtL aus Kohle oder Erdgas.

ABSEHBAR KEINE ALTERNATIVE

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