Gas im Autotank

So sieht eine Erdgas-Zapfsäule aus. (Foto: www.pixelio.de)

Fahrzeuge mit Gasantrieb sind stark im Kommen. Dabei unterscheidet man zwischen Autos, die mit Erdgas fahren (Compressed Natural Gas, kurz CNG) und solchen, die mit Flüssiggas (Liquified Petroleum Gas, kurz LPG) – auch Autogas genannt – unterwegs sind. Beim Erdgas für den Autotank handelt es sich um das gleiche Gas, das auch zum Heizen und Kochen verwendet wird. Flüssiggas hingegen ist ein Nebenprodukt der Erdöl- und Erdgasförderung. Sie kennen es als Brennstoff für Campingkocher und Feuerzeuge. Außerdem ist es ein wichtiger Rohstoff für die chemische Industrie.

Beide Kraftstoffe sind bis 2018 steuerbegünstigt und deshalb an der Zapfsäule erheblich billiger als Benzin und Diesel. Sowohl Erd- als auch Flüssiggas sind ausschließlich für Ottomotoren geeignet. Allerdings sind die Einspritztechniken unterschiedlich. Die Umweltbilanz der Kraftstoffe ist deutlich besser als die von Diesel und entspricht in etwa der von Benzin. Erdgasautos produzieren darüber hinaus etwa ein Viertel weniger CO2 als ein vergleichbarer Benziner.

Während viele Hersteller Erdgasfahrzeuge serienmäßig ab Werk anbieten, handelt es sich bei Neuwagen mit Flüssiggasantrieb meist nur um Nachrüstungen von Werksseite. Nachträglich umrüsten sollten Sie Ihren Wagen nur nach sorgfältiger Prüfung der technischen Auswirkungen und der Hersteller-Garantie. Denn wenn die Herstellergarantie erlischt oder technische Probleme auftreten, ist Ihnen nicht geholfen. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Auto nicht oder nicht dauerhaft so schadstoffarm fährt, wie bei der Nachrüstung versprochen. Mehr zu Erdgas und Flüssiggas erfahren Sie auf den folgenden Seiten.