Moderne Technik für den Stadtverkehr

Den Ford Transit gibt es auch in der Flüssiggasvariante. (Foto: Ford)

Nach und nach kommen verschiedene Transporter mit Neuerungen unter der Haube auf den Markt – darunter aus Umwelt- und Kostensicht lohnende Alternativen. Der Partikelfilter ist spätestens mit Euro 5 bei Dieseltransportern Standard. Und die EU beabsichtigt nach Pkw auch bei leichtenNutzfahrzeugen den Verbrauch und damit den CO2-Ausstoß gesetzlch zu begrenzen.

Neue Erdgastransporter

Das Angebot von besonders schadstoffarmen Erdgastransportern wurde mittlerweile ausgeweitet. Der neue Fiat Doblò ist ab Herbst 2010 als Erdgasvariante erhältlich, der Fiat Fiorino setzt im kleinen Lastbereich seine Akzente.  Bei den großen Erdgastransportern haben Mercedes-Benz und Fiat ihre neuen Modelle des Sprinter bzw. des Ducato als Erdgasvariante bereits sehr erfolgreich am Markt plaziert.

Ford verkauft den Transit auch als Flüssiggasfahrzeug. Das Modell hat gute Schadstoffwerte, bläst aber relativ viel CO2 in die Luft. Die von uns empfohlene Erdgasvariante ist die bessere Wahl.

Start-Stopp-Automatik

Bereits auf dem Markt ist die sogenannte Start-Stopp-Automatik. Bisher wird sie nur im Mercedes-Benz Sprinter und im Fiat Dobló verbaut. Sobald der Wagen an der Ampel zum Stehen kommt, schaltet sich der Motor ab. Berührt der Fahrer die Kupplung, springt die Maschine von allein wieder an. Werksangaben zufolge können damit im Stadtverkehr bis zu acht Prozent Sprit eingespart werden. Es ist wünschenswert, wenn weitere überwiegend im Stadtverkehr eingesetzte Transporter mit dieser sinnvollen Technik ausgestattet werden.

Automatisiertes Schaltgetriebe

Opel und Renault bieten ihren Kunden unter dem Namen "Easytronic" bzw. "Quickshift" ein automatisiertes Schaltgetriebe an. Beim VW Crafter heißt diese Technik "Shiftmatic". Sie macht sich bezahlt, wenn Sie viel innerorts unterwegs sind oder häufige Stopps einlegen. Mit der althergebrachten Automatik hat diese Technologie nicht mehr viel zu tun. Das Getriebe lässt die freie Gangwahl zu, damit der Transporter auch bei schwerer Ladung zuverlässig fährt. Bei häufig wechselnden Fahrern schont das automatisierte Schaltgetriebe die Kupplung und senkt so den Verschleiß. Neu ist beim VW Transporter der Einsatz des Doppelkupplungsgetriebs DSG, dass bisher nur bei Pkw zum Einsatz kam. Damit lässt sicher der Verbrauch nochmals reduzieren.

Zukunftskonzepte

Konzepte für weitere schadstoff- und verbrauchsarme Transportermodelle gibt es bereits. So betreibt Iveco seit den olympischen Winterspielen 2006 in Turin zwei Daily-Kleinbusse mit Diesel-Hybridantrieb. Auch Mercedes hat einen Hybrid-Prototypen des Sprinter getestet. Nutzbare Fortschritte bei dieser Technologie bedeutet das trotzdem nicht, da die Kosten noch sehr hoch sind. In Serie produziert und auf dem Markt frei verkauft vorerst nicht. Allerdings setzen einzelne Hersteller auch bei Transportern auf den elktrischen Antrieb. Ford tetste derzeit in einm Kleinprojekt einen batteriebetriebenen Trnsit und Mercedes geht bald mit dem E-Vito auf Testfahrt.

Die Brennstoffzelle und andere Wasserstoffantriebslösungen sucht man im Transporterbereich vergeblich. Mehr zum Thema Wasserstoffantrieb erfahren Sie auf unseren Internetseiten zum Autokauf.

Fazit: Große Sprünge in der Umwelttechnik von Transportern sind in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Die Innovationsbereitschaft ist hier noch geringer als im Pkw-Bereich.

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