Diesel und Benziner
Diesel
Mehr als 90 Prozent aller Transporter fahren mit Diesel. Grund sind das hohe Drehmoment von Dieselmotoren bereits bei niedrigen Drehzahlen und der geringere Spritverbrauch. Aber Dieselmotoren produzieren Rußpartikel und Stickoxide (NOx), beides krankmachende Luftschadstoffe. Mit dem geschlossenen Partikelfilter gibt es eine Technik, die die Rußteilchen zu fast 100 Prozent zurückhält. Er ist ein Muss beim Kauf eines neuen Diesels. Spätestens ab 2012 müssen alle neuen Dieseltransporter zur Einhaltung der Abgasnorm Euro 5 damit ausgestattet sein. Eine Liste aller neuen Dieseltransporter mit geschlossenem Partikelfilter finden Sie hier (pdf, 125 KB).
Eine Technik, die Stickoxide auch bei Dieselmotoren zurückhält, ist bereits entwickelt. Sie wird bislang in schweren Lkw eingesetzt. Ein Stickoxid-Kat wandelt die Stickoxide mithilfe des Harnersatzstoffes AdBlue in Stickstoff und Wasserdampf um. Ab 2015 wird mit Euro 6 ein NOx-Kat auch bei leichten Nutzfahrzeugen unumgänglich.
Die Umweltnachteile des Diesels stellen damit künftig auch seine Wirtschaftlichkeit in Frage. Denn die neue Abgastechnik macht den Dieseltransporter teuer und erhöht den Wartungsaufwand.
EMPFEHLUNG
nur mit geschlossenem Partikelfilter und künftig mit Stickoxidminderung, besonders geeignet für schwere Lasten und für Vielfahrer mit hohen Überlandanteilen, künftig höherer Wartungsaufwand
Benziner
Wer einen modernen Benziner fährt, muss sich über Fahrverbote keine Sorgen machen. Benziner produzieren keinen Ruß und stoßen nur wenige Stickoxide aus. Allerdings erreichen Ottomotoren nicht das hohe Drehmoment der Dieseltransporter und brauchen mehr Sprit. Wenn Sie nicht ständig schwere Lasten befördern oder Anhänger ziehen, ist ein Benziner eine passable Alternative. Er ist günstiger in der Anschaffung, und wenn Sie im Jahr nicht so viel fahren, fallen die höheren Kraftstoffkosten kaum ins Gewicht. Allerdings ist die Auswahl an Benzintransportern sehr gering.
EMPFEHLUNG
besonders geeignet für kurze Strecken in der Stadt, bei niedrigen Lasten und geringen Jahresfahrleistungen, kein Fahrverbot in Umweltzonen
