Wie teuer ist Autofahren wirklich?

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Ein Auto zu besitzen ist teurer, als viele denken. Denn Sie zahlen erheblich mehr als nur den Kaufpreis und den Sprit an der Tankstelle. Etliche weitere Posten machen das Autofahren schnell zu einem kostspieligen Unterfangen. Nur wer die Kosten für ein bestimmtes Modell genau kennt, kann schon beim Neukauf darauf achten, dass sein Auto in Zukunft kein riesiges Loch in seinen Geldbeutel frisst.

Wie setzen sich die Autokosten zusammen?

  • Fixkosten: laufende Kosten für Versicherung und Steuer, Parkgebühren und gegebenenfalls Garagenmiete.
  • Werkstattkosten: Kosten für Inspektionen und Reparaturen, Reifenkosten.
  • Betriebskosten: Kraftstoffkosten, Motoröl und Wagenpflege.
  • Wertverlust: Bei Neuwagen bildet der Wertverlust den größten Posten, je nach Modell liegt er nach vier Jahren zwischen 35 und 65 Prozent.

Alles in allem kommt eine sehr hohe Summe zusammen, die Autobesitzern selten bewusst ist. In den ersten vier Jahren geben Sie für den Unterhalt Ihres Autos insgesamt in etwa so viel aus, wie der Wagen neu gekostet hat – manchmal sogar deutlich mehr. Generell gilt: Je kleiner das Auto, desto günstiger ist es pro Kilometer. In jeder Fahrzeugklasse gibt es natürlich Unterschiede. Hier helfen die regelmäßigen Expertisen von spezialisierten Unternehmen wie EurotaxSchwacke weiter, die die Gesamtkosten für nahezu alle Autos ermitteln und auf den einzelnen Kilometer herunter rechnen.

Um Ihnen die unterschiedlichen Anteile an den gesamten Autokosten zu verdeutlichen zeigen die folgenden Tabellen drei Beispiele mit unterschiedlichem Antrieb. Der VW Golf ist das mit Abstand am meisten verkaufte Auto in Deutschland. 

 

Bei der Berechnung der Kosten für die von uns empfohlenen Autos haben wir alle oben genannten Posten berücksichtigt. Die jährlichen Gesamtkosten wurden – bezogen auf eine vierjährige Haltedauer – in Anlehnung an die ADAC-Autokostenrechnung (Stand Dezember 2014) ermittelt.

Die Kosten für den Spritverbrauch beziehen sich auf die offiziellen Verbrauchsangaben der Hersteller. Zahlreiche Untersuchungen zeigen allerdings, dass Neuwagen im Realbetrieb im Schnitt um ein Drittel mehr Sprit benötigen. Dies liegt zum Einen am praxisfernen Messverfahren auf dem Rollenprüfstand, dass nur mäßige Beschleunigungen, viele Stopps und lediglich Tempo 120 als Maximum aufweist. Zusätzliche Verbraucher wie Klimaanlage, Heizung oder Licht bleiben sogar ausgeschaltet. Zum Anderen nutzen Autohersteller zahlreiche Schlupflöcher, um die Verbrauchsangaben in ihrem Sinne zu schönen.

Die EU hat daher ein neues Messverfahren entwickelt, das praxisnäher ist und einige Schlupflöcher schließt. Dieses soll bis 2017 eingeführt werden. Die Herstelller drängen allerdings auf ein späteres Einführungsdatum. Um ehrliche Verbrauchsangaben zu erhalten, führt letztlich an der Überprüfung der Verbrauchswerte auf der Straße kein Weg vorbei. Dies ist bereits Praxis in den USA.

Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen, wie Sie die Kosten fürs Autofahren senken können.