Grün kommt in die Zone

Egal ob Sie in Städten Grünanlagen pflegen, Pakete ausliefern oder Heizungen warten – Sie sind darauf angewiesen, mit Ihrem Nutzfahrzeug ungehindert in die Zentren zu kommen. Unternehmerischer Weitblick erfordert es daher auch, die aktuellen Umweltgesetze und -grenzwerte zu beachten und den Fuhrpark rechtzeitig auf den umwelttechnisch besten Stand zu bringen.

Umweltzonen

Um die Luftqualität in Städten zu verbessern, hat die EU für besonders krankmachende Schadstoffe Grenzwerte erlassen. Seit dem 1. Januar 2005 gilt EU-weit ein Grenzwert für Feinstaub (PM10) in der Luft. Allein 2006 haben mehr als 40 Städte in Deutschland den Wert öfter überschritten als erlaubt. Ab 1. Januar 2010 wird zusätzlich ein Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) gelten. Es ist zu erwarten, dass die Städte auch diesen Wert überschreiten. Gemäß der EU-Richtlinie müssen sie die Luftqualität mit geeigneten Maßnahmen verbessern. Da die Grenzwerte überwiegend an vielbefahrenen Straßen überschritten werden, wollen viele Kommunen Umweltzonen einrichten. In denen dürfen Autos und Lastwagen mit hohem Schadstoffausstoß künftig nicht mehr fahren.

Wer ist betroffen?

Grundlage für die Einrichtung von Umweltzonen ist die sogenannte Kennzeichnungsverordnung. Danach werden alle Kraftfahrzeuge – Pkw, Lkw und Busse – in vier Schadstoffgruppen eingeteilt. Fahrzeuge der ersten drei Gruppen erhalten farbige Plaketten. Die Plaketten sind Voraussetzung dafür, dass Sie mit Ihrem Wagen in Umweltzonen unterwegs sein dürfen.  

Ein neues Verkehrszeichen zeigt Anfang und Ende einer Umweltzone an. Ein Zusatzschild regelt, welche Fahrzeuge von einem Fahrverbot ausgenommen sind (siehe Abbildung). Die Plaketten kosten zwischen fünf und zehn Euro. Sie erhalten sie bei Zulassungsstellen, Werkstätten und Prüfbetrieben. »Dreckschleudern« bleibt die Plakette verwehrt – und damit auch die Einfahrt in die künftigen Umweltzonen. Darunter fallen Diesel, die nicht die Euro2-Norm erfüllen, und Benziner ohne geregelten Katalysator. Mit der Nachrüstung von Dieselpartikelfiltern bekommen manche Fahrzeuge wegen weniger Rußausstoß eine bessere oder überhaupt eine Plakette.

Wenn 2010 der Luftgrenzwert für NO2 in Kraft tritt, müssen viele Städte ihre Bestimmungen verschärfen. Sie werden voraussichtlich nur noch Autos mit grüner Plakette freie Fahrt gewähren. Vor allem Diesel sind betroffen, da sie viel mehr Stickoxide ausstoßen als Fahrzeuge mit Ottomotor. Diesel müssen dann mindestens Euro 4 einhalten. Benziner sind besser dran: Mit geregeltem Katalysator erhalten sogar Euro1-Fahrzeuge eine grüne Plakette. Erdgasautos haben weder ein Ruß- noch ein Stickoxidproblem, das heißt: freie Fahrt in Umweltzonen.

Wenn Sie wissen wollen, ob Ihr altes Auto in Umweltzonen fahren darf, dann klicken Sie hier.